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Urlaub in Peking

Peking ist keine Stadt, die man besichtigt – man taucht ein. Die Verbotene Stadt erzählt von 500 Jahren Kaiserherrschaft, die Große Mauer windet sich über Bergkämme, und in den Hutongs lebt das alte China zwischen Neon und Skyline. Kaiserliche Geschichte und moderne Megacity in einer Atemzug.

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Urlaub in Peking – Verbotene Stadt mit roten Mauern und goldenen Dächern | Travelviser
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Flugzeit
ca. 10–12 Std.
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Beste Zeit
Apr.–Mai, Sep.–Okt.
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Sommer
25–35 °C
❄️
Winter
-5–10 °C
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Währung
Renminbi (CNY)
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Sprache
Mandarin

🗺️ Peking erkunden

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🏛️ Verbotene Stadt, Tiananmen & Jingshan

Die Verbotene Stadt (Gugong) ist das Herz Pekings und eines der eindrucksvollsten Bauwerke der Menschheitsgeschichte: 72 Hektar, 980 Gebäude, 9.999 Räume – der 10.000ste war dem Himmel vorbehalten. 24 Kaiser der Ming- und Qing-Dynastie herrschten hier von 1420 bis 1912. Rote Mauern, goldene Dächer, Marmorterrassen und der Meridian-Tor-Eingang mit dem Portrait Mao Zedongs auf dem Tiananmen-Platz davor – ein Ort, an dem Geschichte greifbar wird. Online-Ticket Pflicht (ca. 60 CNY, Passnummer nötig), früh kommen (ab 8:30 Uhr, April–Oktober 8:30–17 Uhr). Der Jingshan-Park nördlich der Verbotenen Stadt bietet den klassischen Panoramablick auf die gesamte Palastanlage – Aufstieg 20 Min., Eintritt ca. 2 CNY. Der Tempel des Himmels im Süden, wo Kaiser einst für gute Ernten beteten, ist architektonisch perfekt: die Hall of Prayer for Good Harvests ohne einen einzigen Nagel. Mindestens einen ganzen Tag für Verbotene Stadt und Tiananmen, halber Tag für Tempel des Himmels.

Verbotene Stadt – Kaiserpalast
Täglich 8:30–17 Uhr (Apr.–Okt.), Eintritt ca. 60 CNY. Online auf gugong.228.com.cn buchen (Passnummer). 3–4 Std. einplanen. Highlights: Hall of Supreme Harmony, Imperial Garden, Clock Exhibition Hall. Audioguide ca. 40 CNY. Nordausgang zum Jingshan-Park. Keine großen Taschen – Schließfächer am Eingang.
Tiananmen-Platz & Nationalmuseum
Größter öffentlicher Platz der Welt – kostenlos. Mao-Mausoleum (Di–So 8–12 Uhr, kostenlos, Passport, lange Warteschlange). National Museum of China (kostenlos, Passport, Online-Reservierung). Flaggenzeremonie bei Sonnenauf-/untergang. Sicherheitskontrolle bei jedem Zugang. 1–2 Std. Kombinierbar mit Verbotener Stadt (südlicher Eingang).
Jingshan-Park – Panoramablick
Nördlich der Verbotenen Stadt, Eintritt ca. 2 CNY. Aufstieg zur Wanchun-Pavillon-Spitze: Blick auf gesamte Palastanlage – klassisches Peking-Foto. 30–45 Min. Beste Zeit: Nachmittag, wenn Sonne von Westen scheint. Nach Verbotener Stadt besuchen (Nordausgang direkt daneben). Ruhiger als die Stadt selbst.

🏯 Große Mauer, Sommerpalast & Ausflüge

Die Chinesische Mauer bei Mutianyu, 70 Kilometer nordöstlich von Peking, ist der fotogenste und zugänglichste Abschnitt nahe der Hauptstadt – weniger überlaufen als Badaling, mit Seilbahn hinauf und Rodelbahn runter. Die Mauer windet sich hier über bewaldete Bergkämme, 22 Wachtürme auf 2,5 Kilometern, teils steil und ohne Geländer – feste Schuhe Pflicht. Tagesausflug: Bus 916 von Dongzhimen (ca. 12 CNY, 1,5 Std.) oder organisierte Tour (ca. 40–60 USD inkl. Transport). Eintritt ca. 45 CNY, Seilbahn ca. 100 CNY return. Der Sommerpalast (Yiheyuan) im Nordwesten war der Rückzugsort der Kaiser – ein riesiger Park mit Kunming-See, Langleinen-Brücke (17 Bögen), Marmorboot und Hügeln voller Tempel. Eintritt ca. 30 CNY (Park) oder 60 CNY (inkl. Dehe-Yuan-Gärten). Halber oder ganzer Tag. Kombinierbar mit Große Mauer nicht an einem Tag – zu anstrengend.

Mutianyu – Große Mauer
70 km von Peking, Tagesausflug. Eintritt ca. 45 CNY, Seilbahn 100 CNY return, Rodelbahn 100 CNY. Weniger touristisch als Badaling, gut restauriert. 2–3 Std. auf der Mauer. Feste Schuhe, Wasser, Sonnenschutz. Tour ab Hotel (ca. 50 USD) oder Bus 916 + Taxi. Früh starten (7 Uhr), zurück bis 16 Uhr.
Sommerpalast – Kaiserlicher Park
Kunming-See, Langleinen-Brücke, Marmorboot, Longevity Hill. Eintritt 30–60 CNY. Metro Linie 4, Beigongmen-Station. 3–4 Std. Bootsfahrt auf dem See (ca. 20 CNY). Weniger überlaufen als Verbotene Stadt. Frühling: blühende Bäume. Herbst: goldene Platanen. Ideal als entspannter Nachmittag nach Verbotener Stadt-Tag.
Jinshanling – Wander-Abschnitt
Für Aktive: Jinshanling bis Simatai, 10 km Wanderung auf teils unrestaurierter Mauer (4–5 Std.). Ca. 130 km von Peking, organisierte Tour nötig (ca. 60–80 USD). Spektakuläre Fotos, weniger Menschen. Nur für gute Wanderer – steile Abschnitte, keine Seilbahn. Frühling und Herbst beste Saison.

🏘️ Hutongs, Tempel & traditionelles Peking

Hinter den breiten Boulevards und Wolkenkratzern liegt das echte Peking: die Hutongs, engen Gassen mit Siheyuan-Höfenhäusern, wo Generationen nebeneinander lebten. Nanluoguxiang ist die bekannteste Hutong-Straße – touristisch, aber charmant mit Cafés, Handwerk und Streetfood. Ruhiger: Wudaoying und Guozijian-Straße nahe dem Konfuzius-Tempel. Der Lama-Tempel (Yonghe) ist Pekings wichtigstes tibetisch-buddhistisches Heiligtum – 26 Meter hohe Buddha-Statue aus einem Sandelholzstamm, Räucherstäbchen und Gebetsräder. Eintritt ca. 25 CNY. Der Tempel des Himmels mit dem Echo Wall und dem Circular Mound Altar zeigt die kosmische Ordnung der kaiserlichen Architektur. In den Hutongs wohnen heute Hipster-Cafés neben traditionellen Haushalten – Peking-Ente in versteckten Restaurants, Jianbing (Krepp) am Straßenstand und Douzhir (fermentierte Bohnensuppe) für Mutige.

Nanluoguxiang & Hutong-Tour
Metro Nanluoguxiang-Station (Linie 6/8). Gasse mit Shops, Cafés, Streetfood. Hutong-Rickshaw-Tour (ca. 100–150 CNY, 30 Min.) zeigt Wohnviertel abseits der Touristenstraße. Abends lebendig. Kombinierbar mit Houhai-See (Bars, Seeufer). 2–3 Std. Fußgängerzone – kein Auto.
Lama-Tempel (Yonghe)
Täglich 9–16:30 Uhr (Apr.–Okt. bis 17), Eintritt ca. 25 CNY. Fünf Hallen, 18-Meter-Buddha aus Sandelholz. Aktiver Tempel – respektvolle Kleidung, kein Blitzlicht. Metro Yonghegong (Linie 2/5). 1–1,5 Std. Räucherstäbchen kaufen und anzünden (ca. 10 CNY). Ruhiger Kontrast zur Verbotenen Stadt.
Tempel des Himmels
Park 6–22 Uhr, Hallen 8–17:30 Uhr. Eintritt ca. 15 CNY (Park) oder 35 CNY (inkl. Hallen). Hall of Prayer for Good Harvests – ikonische runde Struktur. Ältere Einheimische üben Tai Chi im Park – morgens beobachten. Metro Tiantan Dongmen (Linie 5). 2 Std. Weniger überlaufen als Verbotene Stadt.

🏙️ 798 Art District, Peking-Ente & Megacity

Peking ist nicht nur Geschichte – die 798 Art District in Dashanzi war einst eine Fabrik, heute eines der spannendsten Kunstviertel Asiens: Galerien, Street Art, Design-Shops und Cafés in Industriebrut-Architektur. Kostenloser Eintritt, halber Tag. Die CBD mit dem CCTV-Gebäude (Big Pants) und China Zun zeigt die moderne Skyline. Wangfujing ist die Shopping-Meile – und die Donghuamen-Nachtmarkt-Straße mit Skorpionen am Spieß und anderen Exoten (mehr Show als Essen). Peking-Ente (Beijing Kaoya) ist der kulinarische Höhepunkt: knusprige Haut, zarte Fleischscheiben, dünnste Pfannkuchen, Frühlingszwiebel und Hoisin-Sauce. Da Dong, Quanjude und Siji Minfu sind Legenden – Reservierung Tage im Voraus. Peking hat eine der besten Metro-Systeme der Welt (Linie 1–22, Fahrpreis 3–9 CNY) – Taxi und Didi (chinesisches Uber) sind günstig, aber Verkehr extrem.

798 Art District
Täglich 10–18 Uhr, Eintritt frei (Galerien teils 10–20 CNY). Metro Wangjing Nan (Linie 14) + 10 Min. Taxi. Street Art, zeitgenössische Kunst, Cafés. Weniger überlaufen unter der Woche. 2–3 Std. Fotogen: Industriebrut trifft Kreativität. Kombinierbar mit Wangjing SOHO (Zaha Hadid-Architektur).
Peking-Ente – Da Dong & Co.
Da Dong (mehrere Standorte, ab ca. 200 CNY/Person), Siji Minfu (günstiger, ca. 120 CNY), Quanjude (historisch, touristisch). Reservierung Pflicht – Hotel-Concierge oder Dianping-App. Ganzente oder halbe Ente. Haut zuerst mit Zucker, dann Fleisch in Pfannkuchen. Abendessen 18–20 Uhr – Chinesen essen früh.
Metro, Didi & Praxis-Tipps
Metro: 3–9 CNY/Fahrt, Englisch an Stationen. Alipay/WeChat Pay für Tickets (Touristen-Version möglich). Didi (chinesisches Uber) günstig, App auf Englisch. VPN vor Abreise einrichten (Google, WhatsApp blockiert). Luftqualität im Winter schlecht – Maske empfohlen. Trinkwasser nicht aus Hahn.

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Häufige Fragen zu Peking

April–Mai und September–Oktober: angenehme 15–25 °C, klarer Himmel, beste Sicht auf die Große Mauer. Frühling: blühende Parks. Herbst: goldene Blätter. Sommer (Juni–August): heiß (30–35 °C), feucht, mehr Regen. Winter (Dezember–Februar): kalt (-5 bis 5 °C), weniger Touristen, günstigere Hotels, aber Luftverschmutzung und geschlossene Außenbereiche. Chinesisches Neujahr (Jan./Feb.): viele Geschäfte zu.
Ja – deutsche Staatsbürger brauchen ein China-Visum (ca. 30–60 EUR, 4–7 Werktage Bearbeitung). Antrag bei der chinesischen Botschaft oder Visum-Agentur. 144-Stunden-Transit-Visum möglich bei Weiterflug innerhalb 6 Tagen (Shanghai/Guangzhou auch). Reisepass 6 Monate gültig. Online-Tickets für Verbotene Stadt und Mauer erfordern Passnummer.
Minimum 4 Tage: Tag 1 Verbotene Stadt und Jingshan. Tag 2 Große Mauer (ganzer Tag). Tag 3 Tempel des Himmels, Lama-Tempel, Hutongs. Tag 4 Sommerpalast oder 798 Art District. Mit 5–6 Tagen entspannter und Jinshanling-Wanderung möglich. Peking als Startpunkt für China-Rundreise: 4 Tage Basis, dann Xi'an, Shanghai oder Guilin.
Nein – Chinas Great Firewall blockiert Google, Gmail, WhatsApp, Instagram, Facebook und viele westliche Websites. VPN vor der Abreise installieren und testen (ExpressVPN, NordVPN – Legalität Grauzone). Alternativ: WeChat für Kommunikation (Chinesen nutzen fast nur WeChat). Maps.me oder Apple Maps für Offline-Navigation. Alipay/WeChat Pay für Zahlungen – Touristen-Version seit 2024 einfacher.