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🌿 Natur und Wildlife im Donaudelta
Der Letea-Wald beherbergt eine der letzten Urwälder Europas mit Sanddünen und Eichen. Um Murighiol und Crisan lassen sich Pelikane und Kormorane auf den ausgedehnten Wasserflächen beobachten.
Letea-Wald
Der Letea-Wald liegt im nördlichen Teil des Deltas und ist nur per Boot erreichbar. Hier wachsen jahrhundertealte Eichen zwischen Sanddünen. Geführte Wanderungen starten meist von Crisan aus.
Murighiol
Murighiol dient als Ausgangspunkt für Vogelbeobachtungen im südlichen Delta. Entlang der Ufer nisten zahlreiche Wasservögel. Von hier starten kleine Motorboote in die umliegenden Kanäle.
Crisan
Crisan liegt am Hauptarm des Donaudeltas und ist ein Knotenpunkt für Wildtier-Touren. Von der Anlegestelle aus fahren Boote zu Brutkolonien von Reihern und Ibissen. Frühmorgens ist die Tieraktivität am höchsten.
🏛️ Kultur und Geschichte am Delta
In Tulcea mischen sich rumänische, ukrainische und türkische Einflüsse im Hafenviertel. Chilia Veche und Mila 23 bewahren alte Fischertraditionen mit Holzhäusern und lokalen Bräuchen.
Tulcea
Tulcea ist das administrative Zentrum des Deltas mit einem großen Hafen und Museen zur Delta-Geschichte. Der zentrale Markt bietet regionale Produkte und Fischspezialitäten. Von hier starten die meisten Schiffsverbindungen ins Delta.
Chilia Veche
Chilia Veche liegt an der ukrainischen Grenze und zeigt noch alte Lipowaner-Holzhäuser. Die Kirche und der ehemalige Festungshügel zeugen von der wechselvollen Geschichte. Lokale Fischer bieten Bootsfahrten zu nahegelegenen Inseln an.
Mila 23
Mila 23 ist ein traditionelles Lipowaner-Dorf mit bunten Holzhäusern direkt am Wasser. Hier wird noch mit traditionellen Methoden gefischt. Ein kleiner Museumshof erzählt von der Siedlungsgeschichte.
🥾 Abenteuer und Aktivitäten
Sulina und Sfântu Gheorghe sind ideale Startpunkte für mehrtägige Kanutouren und Hausbootfahrten. Von dort aus lassen sich entlegene Kanäle und Sandstrände erkunden.
Sulina
Sulina markiert das Ende des Donaudeltas am Schwarzen Meer und ist nur per Schiff erreichbar. Der alte Leuchtturm und die verlassenen Hafenanlagen laden zu Erkundungen ein. Von hier starten Kajak- und Bootstouren Richtung Osten.
Sfântu Gheorghe
Sfântu Gheorghe bietet einen langen Sandstrand und direkten Zugang zum offenen Meer. Fischerboote bringen Besucher zu unberührten Lagunen. Nachts ist der Ort ideal für ruhige Wanderungen am Ufer.
Chilia Veche
Chilia Veche ermöglicht mehrtägige Paddeltouren entlang der Grenzgewässer. Die ruhigen Seitenarme sind nur für kleine Boote befahrbar. Übernachtungen erfolgen meist in einfachen Fischerhäusern.
🍷 Genuss und Romantik
In Murighiol und Crisan servieren kleine Pensionen frischen Fisch aus dem Delta. Mila 23 und Sulina bieten abendliche Bootsfahrten bei Sonnenuntergang mit lokalen Weinen.
Murighiol
Murighiol verfügt über mehrere kleine Restaurants direkt am Wasser, die gegrillten Wels und Karpfen anbieten. Abends kann man vom Steg aus den Sonnenuntergang beobachten. Viele Pensionen bieten hausgemachten Wein aus der Region.
Mila 23
Mila 23 ist bekannt für ruhige Abendessen in Familienpensionen mit Blick auf den Fluss. Frischer Kaviar und geräucherter Fisch stehen hier auf der Karte. Romantische Bootsausflüge bei Dämmerung sind bei Paaren beliebt.
Sulina
Sulina bietet am Meer gelegene Terrassen mit Fischgerichten und lokalen Spirituosen. Die ruhige Lage eignet sich für entspannte Abende nach einer Delta-Tour. Einige Gästehäuser organisieren private Bootsausflüge zum Sonnenuntergang.
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Die beste Reisezeit liegt zwischen April und Oktober, wenn die Temperaturen zwischen 15 und 30 Grad liegen und die meisten Bootstouren stattfinden. Außerhalb dieser Monate steigt die Gefahr von Hochwasser und viele Wege sind unpassierbar. Im Juli und August sind die Tage lang und trocken, aber die Insektenaktivität nimmt zu.
Im Donaudelta treten von Mai bis September besonders viele Mücken auf, vor allem in den feuchten Schilfgebieten und bei windstillem Wetter. Reisende sollten lange Kleidung und Repellentien mitbringen, da die Tiere auch tagsüber aktiv sein können. In den Ortschaften und auf offenen Booten ist die Belastung deutlich geringer.
Flusskreuzfahrten enden meist in Tulcea oder Sulina und dauern ab Passau oder Wien etwa 10 bis 14 Tage. Kleinere Schiffe und lokale Boote können in die Hauptkanäle und zum Schwarzen Meer weiterfahren. Die Fahrt von Wien bis ins Delta beträgt etwa 2200 Flusskilometer.
Hausboot-Touren starten hauptsächlich in Tulcea und führen auf den großen Kanälen bis nach Sulina oder Sfântu Gheorghe. Die Boote sind meist 8 bis 12 Meter lang und erfordern einen Führerschein oder einen Skipper. Die Fahrtzeiten zwischen den wichtigsten Orten liegen bei 3 bis 8 Stunden.
Das Donaudelta gilt als sicheres Reiseziel mit geringer Kriminalität gegenüber Touristen. Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bestehen derzeit nicht. In abgelegenen Gebieten ohne Handyempfang sollte man jedoch auf ausreichend Wasser und Orientierung achten.
Zentrale Ziele sind die Orte Tulcea, Sulina und Sfântu Gheorghe sowie die Vogelbeobachtungsstellen am Ufer des Razim-Sees. UNESCO-geschützte Gebiete mit Pelikan-Kolonien und die alte Festung Histria liegen ebenfalls im oder am Rand des Deltas. Viele Besucher kombinieren Bootstouren mit Besuchen traditioneller Fischer-Dörfer.