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Urlaub in Delhi

Eine Stadt, sieben Städte, unendliche Geschichten – Delhi ist das schlagende Herz Indiens. Vom prächtigen Roten Fort über die verwinkelten Gassen von Chandni Chowk bis zum futuristischen Lotus-Tempel: Hier prallen 3000 Jahre Geschichte auf das pulsierende Leben einer Megacity mit 20 Millionen Einwohnern.

🏙️ Stadt 🏛️ Kultur 🏺 Geschichte 🍽️ Kulinarik 🕌 Spiritualität 🛍️ Abenteuer
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Urlaub in Delhi – Rotes Fort mit roten Sandsteinmauern und Lahore-Tor | Travelviser
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Flugzeit
ca. 8–9 Std.
🗓️
Beste Zeit
Okt.–März
🌡️
Sommer
35–45 °C
❄️
Winter
8–22 °C
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Währung
Indische Rupie (INR)
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Sprache
Hindi, Englisch

🗺️ Delhi erkunden

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🏺 Moguln, Briten & das Rote Fort

Delhi ist keine Stadt – es ist ein Geschichtsbuch, das seit über 3000 Jahren geschrieben wird. Sieben Städte wurden hier errichtet, zerstört und wieder aufgebaut, und die Spuren jeder Epoche sind noch heute sichtbar. Das Rote Fort (Lal Qila), die prächtige Mogul-Festung aus rotem Sandstein, ist das Wahrzeichen der Stadt – erbaut von Kaiser Shah Jahan, dem gleichen Herrscher, der auch das Taj Mahal in Agra schuf. Die gewaltigen Mauern, der Diwan-i-Am (Halle der öffentlichen Audienz) und der Diwan-i-Khas mit dem berühmten Peacock Throne erzählen von der Macht und Pracht des Mogul-Reichs. Humayuns Grab, das UNESCO-Weltkulturerbe und architektonische Vorbild des Taj Mahal, vereint persische und indische Baukunst in einem parkähnlichen Ensemble. Die Qutb-Minar-Komplex im Süden zeigt die ältesten islamischen Bauten Indiens – eine 73 Meter hohe Siegessäule aus dem 12. Jahrhundert. Delhi ist Geschichte, die man nicht nur liest, sondern betritt, berührt und atmet.

Rotes Fort – Mogul-Pracht
UNESCO-Weltkulturerbe (Eintritt ca. 500 INR für Ausländer). Lahore-Tor, Diwan-i-Am, Diwan-i-Khas mit Peacock-Throne-Nachbildung – Pracht des Mogul-Reichs hautnah erlebbar. Licht- und Tonshow abends (ca. 100 INR) erzählt die Geschichte Shah Jahans. Montags geschlossen. Metro: Chandni Chowk Station. 2–3 Std. Besuch – früh kommen, weniger heiß und überlaufen.
Humayuns Grab – Vorbild des Taj Mahal
UNESCO-Weltkulturerbe: Mausoleum des Mogul-Kaisers Humayun in parkähnlicher Anlage mit symmetrischen Gärten. Rotes Sandstein- und weißer Marmor, architektonisches Vorbild des Taj Mahal in Agra. Eintritt ca. 500 INR. Weniger überlaufen als Rotes Fort – morgens fotogen bei weichem Licht. Metro: JLN Stadium, dann 10 Min. zu Fuß.
Qutb Minar – Ältestes Delhi
73 m hohe Siegessäule aus dem 12. Jahrhundert, UNESCO-Weltkulturerbe und ältestes islamisches Bauensemble Delhis. Eisen-Säule (rostfrei seit 1600 Jahren), Quwwat-ul-Islam-Moschee mit kunstvollen Säulen. Eintritt ca. 500 INR. Metro: Qutab Minar Station. Im Süden Delhis – 1 Std. von Old Delhi. Kombinierbar mit Lotus-Tempel (20 Min. Fahrt).

🛒 Old Delhi, Chandni Chowk & Streetfood

Old Delhi ist das Sinnesfeuerwerk der indischen Hauptstadt – ein Gewirr aus engen Gassen, Rikschas, Gewürzgerüchen und dem Ruf der Händler, das jeden Europäer zunächst überwältigt und dann süchtig macht. Chandni Chowk, der „Mondlicht-Platz“, ist die berühmteste Marktstraße Indiens: Seit dem 17. Jahrhundert werden hier Gewürze, Schmuck, Stoffe und Elektronik gehandelt – und seit ebenso langer Zeit gegessen. Paranthe Wali Gali serviert gefüllte Fladenbrote (Paranthas) in unzähligen Varianten, Karim's nahe der Jama Masjid ist eine Institution für Mogul-Küche (Keema, Mutton Korma), und die Süßigkeitenläden bieten Jalebi, Rabri und Kulfi. Die Jama Masjid, Indiens größte Moschee, thront über dem Chaos – von ihren Minaretten aus sieht man die gesamte Altstadt. Eine Rikscha-Tour durch die Gassen ist das beste Einstiegsritual, und wer mutig ist, probiert Streetfood mit Guide – allein ist das für den ungeübten Magen riskant. Old Delhi ist nicht sanft – aber authentisch wie nirgendwo sonst.

Chandni Chowk – Markt & Chaos
Historische Hauptstraße Old Delhis: Gewürze, Schmieden, Schmuck, Kameras – Sinne überfordert auf dem besten Weg durch die engen Gassen. Paranthe Wali Gali für gefüllte Paranthas (ca. 50 INR). Rikscha-Tour ca. 200–300 INR (verhandeln!). Metro Chandni Chowk – direkt im Geschehen. Samstags am vollsten. Tasche vorne tragen, Wertsachen sichern und Bargeld mitnehmen.
Karim's & Mogul-Streetfood
Karim's nahe Jama Masjid seit 1913: Mutton Burra, Seekh Kebab, Shahi Tukda – Legenden der Mogul-Küche. Nur Barzahlung, oft Warteschlange. Gali Paranthe Wali für vegetarische Paranthas. Streetfood-Tour mit Guide (ca. 30 USD) empfohlen für Anfänger wegen Hygiene und Orientierung. Beste Zeit: Mittag oder früher Abend – Karim's ab 12 Uhr.
Jama Masjid – Größte Moschee Indiens
Erbaut 1656 von Shah Jahan, Platz für 25.000 Gläubige – größte Moschee Indiens. Minarett-Aufstieg (ca. 100 INR) mit Panorama über Old Delhi und die roten Dächer. Kleidung: Schultern und Knie bedecken, Frauen Schal mitbringen (Leihschals am Eingang). Kostenloser Eintritt, Kamera-Gebühr ca. 300 INR. Geschlossen während Gebetszeiten.

🕌 Lotus-Tempel, Akshardham & Spiritualität

Delhi ist eine der spirituell vielfältigsten Städte der Welt – Hinduismus, Islam, Sikhismus, Christentum, Buddhismus und der Bahai-Glauben leben hier Seite an Seite, sichtbar in Tempeln, Moscheen, Gurudwaras und Kirchen an jeder Ecke. Der Lotus-Tempel, das Bahai-Haus der Andacht in Form einer 27-blättrigen Lotusblüte aus weißem Marmor, ist eines der meistbesuchten Gebäude der Welt – und ein Ort der Stille mitten in der Megacity. Das Akshardham-Tempelgelände im Osten Delhis ist ein Hindu-Tempelkomplex von atemberaubender Pracht: geschnitzte Sandsteinmauern, ein Musical Fountain Show und ein Kulturboot, das 10.000 Jahre indische Zivilisation vorbeiziehen lässt. Der Bangla Sahib Gurudwara, der wichtigste Sikh-Tempel Delhis, bietet kostenloses Essen (Langar) für alle Besucher – unabhängig von Religion oder Herkunft. Delhi lehrt Besucher, dass Spiritualität hier kein Privatangelegenheit ist, sondern ein öffentliches, gemeinschaftliches Erlebnis.

Lotus-Tempel – Stille in Weiß
Bahai-Haus der Andacht in Lotusform: kostenloser Eintritt, Schuhe ausziehen, Stille im Inneren – Meditation erlaubt und erwünscht. 45 Min. Besuch, ruhiger Gegenpol zum Chaos Old Delhis und ein architektonisches Wunderwerk aus weißem Marmor. Metro: Kalkaji Mandir. Montags geschlossen. Abends beleuchtet – spektakuläres Foto von außen. Keine Fotos im Inneren. Respektvolle Kleidung Pflicht.
Akshardham – Hindu-Pracht
Tempelkomplex (Eintritt frei, Ausstellung ca. 220 INR): geschnitzter Sandstein, Musical Fountain abends mit Lichtshow und detailverliebte Skulpturen an jeder Fassade. Kulturboot und IMAX-Film über Swaminarayan erzählen die Geschichte des Glaubens. Keine Handys, keine Taschen – Schließfächer am Eingang. Metro: Akshardham. Dienstag geschlossen. 3–4 Std. Besuch einplanen.
Bangla Sahib Gurudwara – Langar
Wichtigster Sikh-Tempel Delhis: goldene Kuppel, heiliger Teich, friedvolle Atmosphäre mitten in der Stadt. Kostenloses Essen (Langar) für alle – einfache vegetarische Mahlzeit auf dem Boden, Gemeinschaftserlebnis. Kopftuch für alle (am Eingang erhältlich). Metro: Patel Chowk oder Rajiv Chowk. 24 Stunden geöffnet. Respektvolle Kleidung, Schuhe aus.

🏙️ New Delhi, India Gate & Kolonialerklärung

New Delhi, die britische Planstadt, die 1911 als neue Hauptstadt des Raj angelegt wurde, bildet den geglätteten Kontrast zu Old Delhi – breite Boulevards, grüne Alleen und monumentale Regierungsgebäude im kolonialen Stil. Die Rajpath-Achse, die vom Präsidentenpalast (Rashtrapati Bhavan) zum India Gate führt, erinnert an die Pariser Champs-Élysées – nur mit mehr Hitze und Rikschas. Das India Gate, ein Triumphbogen für die im Ersten Weltkrieg gefallenen indischen Soldaten, ist das beliebteste Abendtreffen der Stadt – Familien, Verkäufer und Picknicker versammeln sich bei Sonnenuntergang. Connaught Place (CP), das koloniale Einkaufs- und Geschäftsviertel im Zentrum, pulsiert mit Restaurants, Bars und dem berühmten Hanuman-Tempel. Die Lodhi Gardens verbinden Grünfläche mit mogulischen Mausoleen – ein Lieblingsort für Jogger und Paare. New Delhi zeigt die moderne, institutionelle Seite der Stadt – geordnet, grün und überraschend entspannt.

India Gate & Rajpath
Triumphbogen am Ende der Rajpath-Achse: Abends belebt, Streetfood, Eisverkäufer, Familien beim Picknick auf dem Rasen – Delhi im entspannten Modus. Rashtrapati Bhavan (Präsidentenpalast) am anderen Ende – Außengelände sonntags besuchbar (online buchen). Kein Eintritt am India Gate selbst. Metro: Central Secretariat. Beste Zeit: Sonnenuntergang bis 22 Uhr, wenn die Lichter angehen.
Connaught Place – Herz von New Delhi
Koloniales Ringviertel mit Geschäften, Restaurants, Bars – das kommerzielle Herz Neu-Delhis. Inner Circle und Outer Circle – orientieren leicht an der Kreisform. Hanuman-Mandir, Palika Bazaar (unterirdischer Markt). Metro Rajiv Chowk – zentrale Station für U-Bahn-Umstiege. Hotels, Cafés, indische und internationale Küche. Abends lebhaft und sicher.
Lodhi Gardens – Oase der Ruhe
90 Hektar Park mit mogulischen Mausoleen (Lodhi-Dynastie, 15.–16. Jh.) – Geschichte und Natur vereint. Jogger, Picknicker, Vögel, ruhige Pfade unter alten Bäumen. Kostenloser Eintritt, täglich 6–20 Uhr. Metro: JLN Stadium oder Jor Bagh. Ruhiger Gegenpol zu Old Delhi – morgens oder abends am schönsten. 1 Std. Spaziergang reicht.

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Häufige Fragen zu Delhi

Die beste Zeit ist Oktober bis März – angenehme Temperaturen (8–25 °C), wenig Regen. Oktober–November nach dem Monsun: saubere Luft, Diwali-Fest. Dezember–Januar: kälteste Monate (8–15 °C), Nebel möglich. April–Juni: extrem heiß (35–45 °C) – nur mit Klimaanlage erträglich. Juli–September: Monsun, feucht, aber grün.
Deutsche Staatsbürger benötigen ein e-Visum (online auf indianvisaonline.gov.in, ca. 25 USD, 30 Tage gültig) oder ein reguläres Visum. Reisepass mindestens sechs Monate gültig. Bei Einreise: Ausdruck des e-Visa mitbringen. Reisekrankenversicherung dringend empfohlen. Impfungen: Hepatitis A, ggf. Typhus.
Delhi erfordert Aufmerksamkeit, ist aber mit Vorsicht gut bereisbar. Taschendiebe in überfüllten Märkten und Metro – Wertsachen sichern. Frauen: zurückhaltende Kleidung, abends nicht allein in abgelegene Viertel. Trinkwasser nur abgefüllt. Streetfood mit Guide oder in etablierten Lokalen. Tuktuk-Fahrer verhandeln vor Fahrt. South Delhi und Connaught Place sind touristenfreundlicher als manche Randbezirke.
Agra und Taj Mahal (3–4 Std. mit Zug Gatimaan Express, ca. 2 Std. Fahrt) – Tagesausflug oder Übernachtung. Jaipur (Pink City, 5 Std. Zug oder Auto) – Goldenes Dreieck. Varanasi (1 Std. Flug) – spirituelle Stadt am Ganges. Ranthambore Nationalpark (4 Std.) – Tiger-Safari. Amritsar (6 Std. Zug) – Golden Temple.