Von der Chinesischen Mauer über die Verbotene Stadt bis zu den Pandas in Chengdu und den Karstgipfeln von Guilin – China ist zu groß für einen Urlaub, aber jede Reise hier hinterlässt Spuren. Ein Land, das man nicht nur besichtigt, sondern erlebt.
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🏺 Kaiserliche Geschichte in Peking und Xi'an
Die Verbotene Stadt in Peking war über 500 Jahre Residenz der Ming- und Qing-Kaiser. Die Chinesische Mauer bei Mutianyu zeigt beeindruckende Abschnitte aus dem 14. Jahrhundert. Die Terrakotta-Armee bei Xi'an bewacht seit über 2200 Jahren das Mausoleum von Qin Shi Huang.
Chinesische Mauer – Mutianyu (🏯)
Mutianyu liegt 70 km nordöstlich von Peking und umfasst 2,5 km restaurierte Mauer mit 22 Wachtürmen. Der Abschnitt ist weniger überlaufen als Badaling und bietet eine Seilbahn zur Bergstation. Eintritt beträgt etwa 45 CNY.
Verbotene Stadt – Peking (🏛️)
Die 72 ha große Palastanlage in Peking beherbergt über 980 Gebäude aus dem 15. Jahrhundert. Täglich strömen bis zu 80.000 Besucher durch die Tore. Tickets müssen online im Voraus gebucht werden.
Terrakotta-Armee – Xi'an (🗿)
Die über 8000 lebensgroßen Tonfiguren wurden 1974 bei Xi'an entdeckt. Die Grube 1 misst 230 mal 62 Meter und ist teilweise überdacht. Ein Shuttlebus verbindet den Fundort mit dem Museum.
🌿 Naturwunder in Guilin, Zhangjiajie und Huangshan
Der Li-Fluss bei Guilin windet sich 80 km durch karstige Berglandschaften. Zhangjiajie zeigt über 3000 Sandsteinpfeiler, die als Kulisse für Avatar dienten. Die Gelben Berge bei Huangshan erreichen bis zu 1864 m Höhe mit markanten Granitformationen.
Guilin – Li-Fluss (⛰️)
Vierstündige Bootsfahrten starten in Guilin und enden in Yangshuo. Die Flusslandschaft ist UNESCO-Weltkulturerbe und zeigt über 1000 m hohe Kalksteinfelsen. Tickets kosten ab 210 CNY pro Person.
Zhangjiajie – Avatar-Berge (🌿)
Der Nationalpark umfasst 4810 ha mit Glasbrücken und Seilbahnen. Die höchste Säule misst 1080 m und wurde 2010 in „Avatar Hallelujah Mountain“ umbenannt. Eintritt liegt bei 248 CNY für drei Tage.
Huangshan – Gelbe Berge (🥾)
Die Huangshan bieten 77 km markierte Wanderwege mit Seilbahnen zum Gipfel. Der „Bright Summit“ liegt auf 1841 m und bietet Sonnenaufgänge über dem Wolkenmeer. Übernachtungen in Berghotels sind empfehlenswert.
🏙️ Megastädte Shanghai, Hangzhou und Chengdu
Der Bund in Shanghai zeigt 52 historische Gebäude aus der Kolonialzeit entlang des Huangpu-Flusses. Der Westsee in Hangzhou ist seit 800 Jahren künstlich angelegt und von Pagoden umgeben. Die Panda-Basis in Chengdu beherbergt über 200 Große Pandas auf 1000 ha.
Shanghai – Der Bund (🏙️)
Die 1,5 km lange Uferpromenade liegt gegenüber der modernen Pudong-Skyline. Viele Gebäude stammen aus den 1920er und 1930er Jahren. Abends ist die Lichtshow kostenlos zu sehen.
Westsee – Hangzhou (🌸)
Der 6,5 km² große See liegt westlich von Hangzhou und ist von drei Dämmen durchzogen. Leihfahrräder kosten 10 CNY pro Stunde entlang der Uferwege. Die Insel „Three Ponds Mirroring the Moon“ ist per Boot erreichbar.
Chengdu – Panda-Basis (🐼)
Die Basis liegt 10 km nördlich von Chengdu und zeigt Pandas in großen Außenanlagen. Fütterungen finden täglich um 9:30 Uhr statt. Eintritt beträgt 55 CNY, ein Shuttlebus fährt alle 30 Minuten.
🍽️ Küche, Tee und Esskultur in China
Die Peking Ente wird seit der Ming-Zeit in speziellen Öfen zubereitet und in hauchdünnen Pfannkuchen serviert. Sichuan Hotpot wird in Chengdu mit über 20 Gewürzen und Chilischoten gekocht. Am Westsee in Hangzhou wächst der berühmte Longjing-Tee, der handsortiert wird.
Peking Ente
Das Gericht wird in Peking traditionell in vier Gängen serviert: Haut, Fleisch, Suppe und Resteverwertung. Ein klassisches Restaurant wie Quanjude serviert täglich über 600 Enten. Reservierung ist abends Pflicht.
Sichuan Hotpot
In Chengdu wird der Hotpot mit Rindfleisch, Ente und Gemüse in scharfer Brühe gekocht. Lokale Ketten wie Haidilao bieten über 100 Zutaten zur Auswahl. Preise starten bei 60 CNY pro Person.
Longjing Tee
Der grüne Tee aus Hangzhou wird im Frühjahr geerntet und bei 180 °C in Pfannen geröstet. Teeplantagen am Westsee bieten Verkostungen für 30 CNY. Die beste Qualität stammt aus dem Dorf Longjing.
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Die beste Reisezeit für China liegt in den Monaten April bis Mai sowie September bis Oktober, wenn das Wetter mild ist und die großen Feiertage vermieden werden. Im Sommer erreichen Temperaturen 25 bis 35 Grad Celsius, während der Winter mit minus 5 bis 10 Grad Celsius kühler ausfällt. Diese Perioden eignen sich besonders für Besuche in Städten wie Peking oder Shanghai.
Zu den Highlights gehören Peking mit der Verbotenen Stadt und der Großen Mauer sowie Shanghai mit seiner modernen Skyline. Weitere lohnende Ziele sind Xi’an für die Terrakotta-Armee und Guilin für die Karstlandschaften. Eine Kombination aus zwei bis drei Städten ergibt eine ausgewogene Reiseroute von ein bis zwei Wochen.
Für die Einreise nach China benötigen deutsche Staatsbürger in der Regel ein Visum, das vorab bei der chinesischen Botschaft beantragt wird. Touristenvisa gelten meist für 30 Tage und erfordern einen Nachweis über Unterkunft und Rückflug. Ausnahmen bestehen nur für wenige Transitfälle ohne Ausreise aus dem Flughafenbereich.
In China kommen Steckdosentypen A und I zum Einsatz, die mit 220 Volt betrieben werden. Reisende sollten einen passenden Adapter mitbringen, da europäische Stecker Typ C oder F nicht direkt passen. In Hotels sind oft auch USB-Anschlüsse oder internationale Adapter verfügbar.
Standardimpfungen wie Tetanus, Hepatitis A und Typhus werden für Reisen nach China empfohlen. Je nach Region und Aufenthaltsdauer kann auch eine Impfung gegen Japanische Enzephalitis sinnvoll sein. Aktuelle Empfehlungen sollten vor der Abreise beim Hausarzt oder Tropeninstitut geprüft werden.
Die Amtssprache in China ist Mandarin, das landesweit verstanden wird. In touristischen Gebieten und großen Städten sprechen viele Menschen zusätzlich Englisch. Regionale Dialekte wie Kantonesisch sind vor allem in Südchina verbreitet.