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✈️ Anreise und Ersteindruck
Die Anreise zu den Engelsfällen startet meist in Puerto Ordaz mit Inlandsflügen in den abgelegenen Canaima Nationalpark. Von Kamarata aus erreichen Besucher die Basislager am Fuße des Auyán-Tepui.
Puerto Ordaz
Puerto Ordaz ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt mit Flughafen für Weiterflüge in den Nationalpark. Hier lassen sich Ausrüstung und Permits für die Region organisieren. Die Stadt liegt am Orinoco und bietet erste Eindrücke der venezolanischen Landschaft.
Kamarata
Kamarata ist ein kleines Dorf und Ausgangspunkt für mehrtägige Touren zu den Wasserfällen. Von hier starten Wanderungen und Bootstouren in den Park. Unterkünfte sind einfach und meist bei Einheimischen buchbar.
Auyán-Tepui
Der Auyán-Tepui ist das massive Tafelbergmassiv, von dem der Salto Ángel fällt. Die Anreise per Kleinflugzeug bietet bereits spektakuläre Ausblicke auf die Hochebene. Wanderungen zum Gipfel erfordern mehrtägige Vorbereitung.
💧 Die Engelsfälle erleben
Der Salto Ángel ist mit 979 Metern der höchste Wasserfall der Welt und Ziel jeder Reise. Salto El Sapo und Salto La Chorrera ergänzen das Erlebnis mit weiteren beeindruckenden Kaskaden.
Salto Ángel
Der Salto Ángel stürzt vom Auyán-Tepui in die Tiefe und ist nur per Boot oder Flug erreichbar. Der Aufstieg zur Basis ermöglicht Nahaufnahmen des Wasserschleiers. Beste Sicht besteht in der Trockenzeit von Dezember bis April.
Salto El Sapo
Salto El Sapo liegt im Canaima Nationalpark und ist über einen kurzen Wanderweg erreichbar. Besucher können hinter dem Wasserfall hindurchgehen, wenn der Wasserstand es zulässt. Der Ort eignet sich gut für halbtägige Ausflüge von Laguna de Canaima.
Salto La Chorrera
Salto La Chorrera ist ein weiterer markanter Wasserfall im Park mit mehreren Kaskaden. Er liegt etwas abseits und erfordert eine Bootstour über den Carrao-Fluss. Ideal für Fotografen und Naturliebhaber.
🦜 Wildlife und Natur
Der Canaima Nationalpark schützt ein einzigartiges Ökosystem mit Tepuis und Savannen. Laguna de Canaima bietet klare Gewässer und ist Heimat vieler Vogelarten und Affen.
Canaima Nationalpark
Der Canaima Nationalpark umfasst über 30.000 Quadratkilometer und ist UNESCO-Weltkulturerbe. Hier leben Jaguare, Faultiere und zahlreiche Vogelarten. Geführte Wanderungen sind Pflicht für den Schutz der Flora.
Laguna de Canaima
Die Laguna de Canaima ist ein kristallklarer See mit rosa Sandstrand am Fuße mehrerer Wasserfälle. Baden und Kajakfahren sind hier möglich. Am Ufer gibt es einfache Camps für Übernachtungen unter freiem Himmel.
Salto Ángel
Rund um den Salto Ángel gibt es Tepui-Vegetation mit endemischen Pflanzen. Beobachtungen von Kolibris und anderen Vögeln sind häufig. Geführte Touren erklären die geologische Entstehung des Tafelbergs.
🥾 Praktische Tipps
Reisen in die Region erfordern gute Vorbereitung wegen begrenzter Infrastruktur. Auyán-Tepui und Kamarata sind Schlüsselorte für mehrtägige Abenteuer.
Puerto Ordaz
In Puerto Ordaz sollten Visa und Permits für den Nationalpark im Voraus beantragt werden. Der Flughafen bietet Verbindungen mit kleinen Fluggesellschaften in den Park. Bargeld in Bolívar ist für lokale Ausgaben ratsam.
Kamarata
Kamarata bietet die letzten Einkaufsmöglichkeiten vor dem Abstieg in den Park. Reisende buchen hier lokale Guides und Boote für die Flussfahrten. Akklimatisierung an das feuchtwarme Klima ist empfehlenswert.
Auyán-Tepui
Wanderungen auf den Auyán-Tepui erfordern feste Schuhe und ausreichend Trinkwasser. Die Temperaturen sinken nachts auf dem Gipfel deutlich. Touren sollten nur mit erfahrenen lokalen Führern unternommen werden.
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Die Engelsfälle stürzen insgesamt 979 Meter in die Tiefe, davon 807 Meter als freier Fall. Sie liegen im Canaima-Nationalpark im Südosten Venezuelas und sind damit der höchste Wasserfall der Welt.
Die Anreise erfolgt per Kleinflugzeug nach Canaima, gefolgt von einer mehrtägigen Bootsfahrt den Río Caroní und Río Churún hinauf. Direkt am Fuß der Fälle gibt es keine Straßen oder größeren Siedlungen.
Die empfohlene Zeit ist Dezember bis April, wenn die Wasserführung noch ausreichend und die Wege besser passierbar sind. In dieser Periode liegen die Temperaturen tagsüber meist zwischen 25 und 32 °C.
Eine organisierte mehrtägige Tour ab Caracas kostet in der Regel zwischen 800 und 1500 US-Dollar pro Person, abhängig von der Gruppengröße und dem gewählten Bootstransfer. Die Landeswährung Bolívar ist vor Ort kaum nutzbar, daher werden Zahlungen meist in Dollar oder per Vorabüberweisung abgewickelt.
Die Region um Canaima gilt als relativ stabil, doch die allgemeine Lage in Venezuela erfordert aktuelle Sicherheitsinformationen und eine erfahrene lokale Agentur. Reisen ohne Begleitung werden wegen fehlender Infrastruktur und möglicher Versorgungsengpässe nicht empfohlen.
Ein Besuch dauert mindestens vier bis fünf Tage, da allein die Hin- und Rückfahrt mit Boot und Flug jeweils ein bis zwei Tage in Anspruch nehmen. Zusätzlich sollte Zeit für Wanderungen und die Besichtigung der umliegenden Tepuis eingeplant werden.